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Corona-Krise trifft Frauen hart!

Die Ausnahmesituation der letzten Wochen bringt physische, psychische und emotionale Mehrfachbelastungen mit sich, besonders für Frauen. Sorgen und Stress nehmen zu, leider auch die häusliche Gewalt.

Wie sehr gerade Frauen unter den Auswirkungen der COVID19-Pandemie leiden, zeigen die vielen Hilferufe, die bei sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen in ganz Niederösterreich eingehen. Dabei geht es nicht nur um Existenzängste oder die Überlastung durch vermehrte Betreuungsleistungen, Homeschooling und gleichzeitiges Home-Office. Für viele Frauen verschärft die Corona-Krise auch bereits bestehende bedrohliche Situationen innerhalb der eigenen vier Wände. Schon vor der Krise gab es die Zusage der Regierung, das Budget für Frauenagenden substantiell zu erhöhen. Dabei werden mehr Fördermittel als bisher in Anlaufstellen für Frauen fließen und wichtige Projekte im Bereich des Gewaltschutzes finanziert.

Um sich über die aktuelle Lage und den Unterstützungsbedarf zu informieren, besuchten die geschäftsführende Landesleiterin der Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen, BR Doris Berger-Grabner und die Stadtleiterin der Kremser VP-Frauen, Cathrin Holzhacker die Frauenberatungsstelle „Lilith“ in Krems. „Häusliche Gewalt ist, trotz alarmierender Zahlen, leider noch immer ein großes Tabuthema. Meiner Ansicht nach ist es daher essentiell, neben gesetzlichen Grundlagen und finanziellen Mitteln, die Sichtbarkeit zu erhöhen. Frauen müssen wissen, wo sie sich Hilfe holen können und sich in vertrauensvoller Atmosphäre beraten lassen können“, so Berger-Grabner.

Auch in Krems verzeichnet die Beratungsstelle einen Anstieg an Anrufen und Emails von Frauen, die in verschiedenen Bereichen Hilfe und Unterstützung brauchen. Alexandra Koschier von „Lilith“ bestätigt, dass es gerade „in diesen schwierigen Zeiten wichtig ist, das Angebot an niederschwelliger, kostenfreier und anonymer Betreuung aufrecht zu erhalten“. Einen Anstieg der Therapiestunden prognostiziert die Psychologin für Herbst, „wenn vielen Frauen erst merken, dass sie über ihre Grenzen gegangen sind“.

„Lilith“ stützt sich in ihrer Arbeit auf 3 Säulen und bietet neben psychosozialer Beratung in allen Lebenslagen und Rechtsberatung auch arbeitsmarktbezogene Beratung an. Für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit betroffene Frauen werden Notwohnungen zur Verfügung gestellt. Zentraler Ansatzpunkt von Lilith ist die Unterstützung von Frauen bei der Ausweitung und Entwicklung ihrer Handlungsmöglichkeiten, die Stärkung und Förderung des Selbstbewusstseins und die Begleitung bei der Gestaltung autonomer Lebensentwürfe.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lilith-krems.at.

Rückfragen:

Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen, Mag. Dorothea Renner

02742/9020-6000, dorothea.rennervpnoeat

wir.niederoesterreicherinnen.at

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